Make yourself some friends

Erst einmal ein frohes neues Jahr! Und gleich eine Sinnfrage zum Start von 2017: Worum geht es eigentlich beim Marketing? Ums Verkaufen? Ums Bekanntwerden? Um den guten Ruf?

Machen wir mal einen Schritt zurück: Mal angenommen, Sie hätten ein großes S auf Ihrer Brust und könnten Ihren Freunden alles liefern könnten, was sie bräuchten: Bei wem würden sie wohl am liebsten kaufen? Wer würde ihnen als erstes in den Sinn kommen, wenn sie ein neues Auto oder einen guten Maler bräuchten? Und wem würden sie so weit vertrauen, dass sie vielleicht sogar ein bisschen mehr Geld ausgeben würden als bei einem Fremden? Sie ahnen es schon: bei einem guten Freund!

Sie sind also gut beraten, wenn das Ziel Ihrer Marketing-Aktivitäten darin besteht, sich Freunde zu machen. Nehmen Sie sich doch mal Ihre Firmenbroschüren oder den neuesten Flyer bzw. die neueste Anzeige und lesen Sie die ersten Sätze einem guten Freund vor. Ist Ihnen das peinlich? Oder gähnt Ihr Gegenüber schon nach den ersten zwei Sätzen? Dann ist es vielleicht an der Zeit, neue Wege zu gehen und nicht einfach das zu schreiben, was die Wettbewerber behaupten. Welches Medium und welche Aussagen sind für Ihr Unternehmen am besten geeignet, um sich Freunde zu machen? Wie würden Sie sich gegenüber jemandem präsentieren, der Ihnen schon einmal aus der Patsche geholfen hat? Diese Fragestellungen sind gute Ratgeber für die eigene Darstellung in der Öffentlichkeit. Denn bei den Worten „Zielgruppe“ und „Öffentlichkeit“ denken wir allzu oft an eine große anonyme Menschenmenge und vergessen dabei, dass wir mit allem, was wir sagen und tun, immer nur genau einen einzigen Menschen erreichen. Welchen Eindruck wollen sie bei ihrem besten Freund zukünftig hinterlassen?